Es war eine große Neuigkeit, als im Herbst 2024 in Stevns Klint der erste Knochen eines Pterodaktylus in Dänemark gefunden wurde. Jetzt ist der Knochen Teil der Ausstellung im Geomuseum Faxe.

Sowohl die nationale als auch die internationale Presse berichteten darüber, als im Herbst 2024 in Stevns Klint der erste Nachweis von in Dänemark lebenden Fliegeneidechsen gefunden wurde.
Bei dem Fund handelte es sich um ein 4,5 mm langes Knochenstück aus dem Finger einer kleinen Eidechse mit einer Flügelspannweite von 30-40 cm. Aufgrund der besonderen Bedeutung des Fundes musste er gründlich untersucht und wissenschaftlich beschrieben werden. Diese Untersuchungen sind nun abgeschlossen und das kleine Knochenstück ist nun im Geomuseum Faxe ausgestellt.
- Es handelt sich um einen winzigen und gleichzeitig sehr großen Fund, den wir jetzt zeigen können. Das Knochenstück ist der erste Beweis dafür, dass Eidechsen in dem Gebiet lebten, das später Dänemark wurde. Außerdem wurde es in der obersten Kreideschicht gefunden, was uns sagt, dass diese Eidechse in den letzten 50 000 Jahren der Kreidezeit, also vor 66 Millionen Jahren, lebte und zu den allerletzten Eidechsen der Erde gehörte", sagt Jesper Milàn.
Der Knochen ist in einer eigenen Vitrine ausgestellt, die mit einer Lupe ausgestattet ist, damit die Besucher dieses kleine, aber bedeutende Stück Geschichte aus der Nähe betrachten können. Das Modell der fliegenden Eidechse wurde von der Firma 10 Tons zur Verfügung gestellt, die Modelle von antiken Tieren herstellt.
Das Geomuseum Faxe ist von 10 bis 15 Uhr geöffnet, Kinder haben freien Eintritt.
Fakten über Pterodaktylus:
Pterosaurier waren eine mit Krokodilen und Dinosauriern verwandte Gruppe von Reptilien, die die Fähigkeit zu fliegen entwickelt hatten.
Ihre Flügel waren auf ganz besondere Weise gebaut: Ein Finger war extrem verlängert und hielt eine Hautmembran, die sie zum Fliegen benutzten.
Die Flugsaurier entstanden als Tiergruppe in der Mitte des geologischen Zeitraums der Trias, vor etwa 245 Millionen Jahren, und sie waren die absoluten Herrscher der Lüfte, bis sie am Ende der Kreidezeit zusammen mit den großen Dinosauriern ausstarben.
Eidechsen gab es in allen Größen, von winzigen Formen, die nicht größer als ein Sperling waren, bis hin zu Riesen mit einer Flügelspannweite von über 12 Metern. Der in Stevns gefundene Knochen stammt aus dem innersten Gelenk des verlängerten "Flugfingers" einer kleinen Flugechse, die nicht viel größer als eine kleine Möwe war.